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Länderspiele der FCZ-Spieler

Am Mittwoch ist Länderspieltag. Hier ein Überblick, welche FCZ-Spieler aufgeboten wurden:
Schweiz (vs. Deutschland): Blerim Dzemaili, Gökhan Inler, Xavier Margairaz; Pikett: Steve von Bergen
Finnland: Veli Lampi (Tihinen darf pausieren)
Tunesien: Santos
Schweiz U21 (vs. Frankreich): Heinz Barmettler, Sebastian Kollar, Almen Abdi
Schweiz U19 (vs. Griechenland): Remo Staubli; auf Pikett: Shkelzen Gashi, Michael Schneitter

Die jüngeren Schweizer Auswahlteams hatten im Januar/Februar kurze Trainingslager. Mit dabei waren vom FCZ:
U18: Adrian Nikci
U17: Jan Wuhrmann, Marco Schönbächler
U16: René Borkovic, Danilo Infante, Naim Rama, Davide Mariani, Admir Mehmedi, Raoul Mutter
U15: André Goncalves, Josip Drmic

Stan the Hooligan (1)

Stan 1
(©Badoux/Gamma - zum vergrössern Bild anklicken)

Er ist klein, ultra-lieb, raucht und trinkt gerne Bier. Vor allem aber ist Stan the Hooligan FCZ-Fan mit Leib und Seele. Seit der ersten Nummer im Herbst 2004 begleitet die Comicfigur von Zeichner Christophe Badoux und Texter Marcel Gamma das «Igang 3»-Heft. Stan hatte auch schon in dessen Flugblatt-Schwester Auftritte und ist bisweilen als Doppelhalter an Spielen präsent.

fcz.watchblog.ch freut sich sehr, die komplette Stan-Serie nun erstmals im Internet präsentieren zu dürfen. Ab jetzt wird jede Woche eine der alten Folgen online gestellt.

Wie der FC Zürich heute mitteilt, hat er vom FC Toulouse den bald 28-jährigen tunesischen Stürmer Francileudo Silva Dos Santos, kurz Santos, bis zum 30. Juni 2007 mit Option auf eine definitive Übernahme ausgeliehen.

Francileudo Santos ist gebürtiger Brasilianer, der sich jedoch 2003 in Tunesien einbürgern liess und seither in 29 Spielen für die Nationalmannschaft 18 Tore erzielte. Mit Tunesien wurde er Afrikameister 2004 und Torschützenkönig des Turniers.

1998 bis 2000 spielte er in Tunesien für Étoile Sportive du Sahel (50 Spiele / 28 Tore) und wechselte dann zum FC Sochaux nach Frankreich (144 / 53). 2005 wurde er für 3,25 Millionen Euro zum FC Toulouse (29 / 5) transferiert. Er reiste mit Tunesien an die WM in Deutschland, spielte dort aber wegen einer Knieverletzung nur wenige Minuten. Diese Verletzung behinderte ihn auch in der laufenden Saison, weshalb er bei Toulouse nur noch zu vier Einsätzen kam. Santos gilt als äusserst antrittsschnell, wendig, explosiv und technisch versiert.

Santos
Das ist Francileudo Silva Dos Santos:
Rückennummer: 9
Geburtsdatum: 20.03.1979
Geburtsort: Vedaca, Brasilien
Grösse: 1,72 m
bisherige Vereine: Sampaio Correa BRA, Standard Lüttich, Étoile Sportive du Sahel, FC Sochaux, FC Toulouse

Derbygeschichten: 31. Oktober 1987

Eigentlich hatte der FC Zürich ein gutes Kader, dachte man. Urgestein Karl Grob in seiner letzten FCZ-Saison, die Natispieler Thomas Bickel, Jürg Studer, Heinz Lüdi, der Tscheche Jan Berger, der Schwede Jonas Thern, der später eine Weltkarriere machen sollte. Doch die Mannschaft brachte keinen Fuss vor den andern. Wie ein Damoklesschwert hing der neu geschaffene «Strich» über dem FCZ. Der Österreicher Hermann Stessl musste gehen, und als Notlösung wurde Timo Konietzka, der Meistertrainer der Siebziger, reaktiviert.

Drei Wochen vor dem Derby hatte Konietzka den englischen Stürmer John Linford von Fortuna Sittard verpflichtet, den er als «Dschungelkämpfer» ankündigte und «Terror-John» nannte. Linford ass gerne Wurstbrote, holte sich in praktisch jedem Spiel eine gelbe Karte und geizte nicht mit markigen Sprüchen: «Im Fussball habe ich mir noch nirgends Freunde gemacht», «Wenn ich auf den Platz gehe, will ich, dass die gegnerischen Spieler vor mir Angst haben. Und jeder weiss – was er austeilt, bekommt er zurück.»

Im Derby traten sich Terror-John und GC-Verteidiger In-Albon in die Knochen. «Da wurde gerempelt, gehalten, geklammert, gestossen, ausgeteilt und eingesteckt», schrieb der «Tages-Anzeiger» über das epische Duell. Aber ein Tor gelang Terror-John nicht. Immerhin holte er in der 69. Minute einen Penalty heraus, den Thomas Bickel, der in der nächsten Saison zu GC wechseln sollte, verschoss. Raimondo Ponte, später FCZ-Trainer, erzielte das einzige Tor für GC in der ersten Halbzeit.

Terror-John, eigentlich geholt, um die Mannschaft wachzurütteln und anzutreiben, bewirkte das Gegenteil. Er schüchterte seine Mitspieler ein und war bei denen bald verhasst. Er soff und prügelte sich in Bars. Nach wenigen Wochen wurde «der Verrückteste, den wir je auf dem Letzigrund hatten» (Burgermeister) suspendiert. Der FCZ kam in die Auf-/Abstiegsrunde und reihte auch dort eine blamable Leistung an die nächste. Sven Hotz erinnerte sich später mit Schaudern an diese Zeit: «Und dann holte Timo noch diesen englischen Knochenbrecher John Linford aus Holland. Lächerlich war dieser Transfer. Und wir stiegen dann ja prompt ab, und ich habe Konietzka selbstverständlich entlassen.» Der FCZ musste in die Nationalliga B, es sollte für fast drei Jahre das letzte Derby sein.

31.10.1987: GC - FC Zürich 1:0 (1:0)
Hardturm. - 10 000 Zuschauer. - SR Klötzli - Tor: 26. Ponte 1:0
FC Zürich: Knutti; Berger; Shane Rufer, Landolt, Schlumpf; Andracchio (70. Beat Studer), Kundert, Bickel, Hächler; Romano (59. Hedinger), Linford.

Bisher in dieser Serie: 14. Juli 1996, 8. Mai 1998

Von Bussen und Büssern

Der Verwaltungsrat des FCZ hat sich offenbar eingehend mit dem Verhalten der Fans des FC Zürich in der 1. Phase der Saison 06/07 befasst. Auf Grund des «Fehlverhalten[s] einiger Fussballfans» musste der Verein in der ersten Hälfte der Saison 2006/2007 Bussen in der Höhe von insgesamt CHF 52′200 bezahlen (letzte Saison insgesamt CHF 155′000). Dies ist viel Geld und der Verwaltungsrat gibt folgerichtig für die Zukunft die Parole der ‹Null-Toleranz› heraus. Was wurde denn bis anhin toleriert? Einerseits sollen diejenigen «sogenannte[n] [sic!]» Fans, die sich ein Fehlverhalten zu Schulden kommen lassen, sofort individuell bestraft werden. Stellt dies eine Änderung der bisherigen Praxis dar? Zudem behält sich der Verwaltungsrat ausdrücklich vor, «die Bussen zukünftig auf die Preise für die Estrade und Tribüne Ost umzuwälzen.» Da bleibt nur zu sagen: Gute Idee! Warum ist nur vorher niemand auf die sicherlich sehr wirksame Massnahme der Kollektivstrafe gekommen?

Blerim auf den Spuren Vogels?

Über die Irrungen und Wirrungen der Zukunft von FCZ-Mittelfeldregisseur Blerim Dzemaili wurde auch an dieser Stelle schon viel geschrieben. Wie der Tages Anzeiger in seiner heutigen Ausgabe berichtet, nutzte der 21-jährige Captain den gestrigen freien Tag für eine Fahrt in den Süden, “die geheim hätte bleiben sollen und von der auch die Verantwortlichen beim FCZ nichts wussten”.

Jedenfalls, sollte die Geschichte denn wahr sein, soll sich Blerim im Trainingszentrum der rot-schwarzen in Milanello den Verantwortlichen der AC Milan vorgestellt haben. Begleitet soll er von seinem neuen Berater Andreas Gross (Jens Lehmann, Jürgen Klinsmann, Christian Gross) worden sein.

Sollte sich aus dem Vorstellungsgespräch etwas ergeben, wäre Dzemaili nach Johann Vogel der zweite Schweizer beim italienischen Traditionsverein. Wie schon Vogel 2005 wäre Dzemaili im Sommer ablösefrei zu haben.

3. Halbzeit

Dass sich Werberinnen und Werber gerne vom realen Leben generell und der angesagten Szene im Speziellen inspirieren lassen, ist keine neue Erkenntnis. So ist es auch nicht weiter erstaunlich, dass die ominöse dritte Halbzeit zu Ehren kommt: Basel, Host City der Uefa Euro 2008â„¢, betreibt seit neustem mit dem Slogan «Basel. Mehr als 90 Minuten©» Standortmarketing. Die Rechnung könnte aufgehen; erlebinsorientierte Fans lassen sich damit sicher ansprechen…

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